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Schnelle Finanzhilfen in Zeiten von Corona 

April 10, 2020 by Qonto Deutschland
Qonto KMU und Selbstständige Corona-Krise

Kleine und mittlere Unternehmen, Kleinstunternehmen, Selbstständige und Freiberufler – sie alle sind teils gravierend von der aktuellen Krise getroffen und brauchen schnellen und unbürokratischen Zugang zu Finanzhilfen

Auch viele Qonto Nutzer stehen vor großer Ungewissheit: Müssen meine Mitarbeiter in die Kurzarbeit gehen? Wie soll ich die nächsten Leasingraten bezahlen? Und: Wie komme ich schnell an staatliche Zuschüsse und Bankkredite?

Die gute Nachricht: Bund und Länder setzen alle Hebel in Gang, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise abzufedern. Ein 500-Milliarden-Hilfspaket soll deutschen Firmen helfen, die Krisenzeit zu überstehen. 

Auch Ihr Unternehmen kann Unterstützung erhalten, um durch die Corona-Krise entstandene Engpässe zu überbrücken. 🌈

In diesem Artikel erhalten Sie Überblick darüber, wer welche staatlichen Hilfen erhalten kann und wie Sie diese beantragen können.

– Stand: 10. April 2020

Soforthilfe für Selbstständige und Kleinstunternehmen

Die Bundesregierung greift kleinen Unternehmen und Selbstständigen mit Einmalzuschüssen unter die Arme. Bleibt der Umsatz aus, sollen UnternehmerInnen dank der Gelder weiterhin in der Lage bleiben, Mieten und andere Kosten zu zahlen: 

  • Bis zu 9000 Euro können Unternehmen bis 5 Beschäftigte bekommen. Und Unternehmen bis mit bis zu 10 Beschäftigten werden mit bis zu 15 000 Euro unterstützt. 
  • Wer kann den Zuschuss erhalten? Freiberufler, Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen (max. 10 Mitarbeiter) aller Wirtschaftsbereiche
  • Wie lange werden die Zuschüsse gewährt? Drei Monate, gegebenenfalls Verlängerung um weitere zwei Monate. 
  • Was sind die Voraussetzungen? Das Unternehmen ist in Folge der Coronavirus-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, war also vor März 2020 nachweislich „gesund“.
  • Wie kann der Antrag gestellt werden? Über die Online-Portale von Bund und Ländern

Neben den Einmalzuschüssen haben Selbstständige weiterhin Anspruch auf Grundsicherung. Wird ein entsprechender Antrag gestellt, wird derzeit auf eine Vermögensprüfung verzichtet. Sie müssen also nicht um Ihr Erspartes fürchten bzw. müssen es nicht bis auf einen bestimmten Betrag ausgeben. Wohnkosten werden jetzt unabhängig von Ihrer Wohnungsgröße übernommen. Auch wird ein Antragsteller momentan nicht sofort in die Arbeitsvermittlung übernommen – um Ihre Aktivität können Sie sich also weiterhin kümmern! 

Wie werden Startups unterstützt?

Die Bundesregierung hat ein Hilfspaket von zwei Milliarden Euro auf den Weg gebracht, das sich an Startups, junge Technologieunternehmen und kleine Mittelständler richtet. Die darin beinhalteten Maßnahmen sind speziell auf die Bedürfnisse von Startups zugeschnitten: Unter anderem werden zusätzliche Mittel für öffentliche Venture Capital Investoren zur Verfügung gestellt und jungen Startups ohne Wagniskapitalgeber und kleinen Mittelständlern wird der Zugang zu Finanzierung erleichtert. Darüber hinaus haben Startups grundsätzlich Zugang zu allen Unterstützungsmaßnahmen des Corona-Hilfspakets.

Zuschüsse für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern

Parallel zu den Bundeshilfen treten Zusatzprogramme der Bundesländer in Kraft. Jedes Land regelt dabei für sich, wie es die Bundesprogramme um eigene Soforthilfen ergänzt, um Unternehmen und Soloselbstständige in der aktuellen Krisenzeit zu entlasten. 

  • Zum Beispiel: Im Bundesland Berlin erhalten Unternehmen und Selbstständige Zuschüsse in einem Gesamtvolumen von 1,336 Mrd. über die Landesförderbank IBB
  • Alle Soforthilfen und Liquiditätskredite finden Sie auf den Webseiten der einzelnen Bundesländer

Mit den Schnellkrediten der KfW wird ein weiterer Rettungsschirm für Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten aufgespannt: 

  • Unternehmen können ein Kreditvolumen von bis zu 3 Monatsumsätzen des Jahres 2019 erhalten: Max. 800 000 Euro für Unternehmen mit über 50 Mitarbeitern, max. 500 000 Euro für Unternehmen bis zu 50 Beschäftigten.
  • Der Staat übernimmt dabei 100 % des Ausfallrisikos bei Krediten in Höhe von bis zu 800.000 Euro 
  • Voraussetzung: Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein
  • Zinssatz: aktuell 3 % mit einer Laufzeit von 10 Jahren
  • Kredite werden ohne weitere Risikoprüfung gewährt

Weitere Erleichterungen für Unternehmen während Covid-19:

  • Zahlungsaufschub: Sie haben Zahlungsschwierigkeiten und fürchten um Gewerberaum oder den Telefonanschluss? Wer zwischen 1. April und 30. Juni 2020 nicht in der Lage ist, Mietkosten zu begleichen, dem darf nicht gekündigt werden. Auch Zahlungen für Strom, Handy, Telefon und Internet sollen nach Vereinbarung aufgeschoben werden können. Auch bei Kreditkartenzahlungen soll Aufschub ermöglicht werden.  
  • Kurzarbeit: Viele Unternehmen können ihr Personal aktuell nicht beschäftigen. Bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten können Mitarbeiter vorübergehend in Kurzarbeit geschickt werden. So sollen Kündigungen vermieden werden. Das entsprechende Kurzarbeitergeld (60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns) wird bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt. 
  • Steuernachlass: Wenn Steuerzahlungen aktuell eine besondere Belastung für Ihr Unternehmen darstellen, können Sie das Finanzamt um eine Steuerstundung bitten. Mit Aussicht auf ein weniger gutes Jahr sollen Vorauszahlungen von Steuersummen unbürokratisch angepasst werden. 
  • Rechtliche Erleichterungen: Zum Beispiel hebt die Regierung die Pflicht für Unternehmen auf, bei Zahlungsunfähigkeit Insolvenz anzumelden. 

Wo kann ich mich beraten lassen? ☎️

  • Das Wirtschaftsministerium hat eine gebührenfreie Corona-Hotline für Unternehmen eingerichtet: 0800 40 200 88 (erreichbar Mo-Fr | 9-18 Uhr)
  • Alternativ können Sie Fragen zur Coronaverordnung (Schließung von Geschäften etc.) per E-Mail senden: Bei coronaverordnung@wm.bwl.de
  • Für Finanzierungsfragen schreiben Sie an finanzierungen@wm.bwl.de

Auch Qonto möchte einen Beitrag leisten ☔️

Qonto hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Finanzmanagement von KMUs und Selbstständigen zu vereinfachen. In der aktuellen Lage möchten auch wir Ihnen unsere besondere Unterstützung zusichern:

✔️Ab sofort bieten wir Ihnen alle virtuellen Karten kostenfrei an. Dies gilt sowohl für die bereits erstellten Karten (die Ihnen nicht in Rechnung gestellt werden) als auch für alle Karten, die Sie neu erstellen. Virtuelle Karten sind nach Erstellung direkt verfügbar und ermöglichen es Ihnen, sämtliche Online-Buchungen sicher vom Homeoffice aus durchzuführen. 

Neue oder schon bestehende Karten werden Ihnen bis einschließlich 31. Mai 2020 nicht in Rechnung gestellt. Je nach Entwicklung der Situation werden wir diese Frist möglicherweise verlängern.

✔️Als Zeichen unserer Unterstützung können neue Kunden unser Geschäftskonto aktuell 2 Monate lang kostenlos testen.

Kommen Sie gut durch die kommenden Wochen – diese Krise meistern wir gemeinsam! 

Quellen: 

Bundesregierung

Bundesfinanzministerium 

Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz

Arbeitsagentur

Die Zeit 

Handelsblatt

Deutschlandfunk

KfW

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