Produkt

Was passiert, wenn Sie in ausländischer Währung zahlen

February 19, 2020 by Qonto Deutschland
zahlungen im ausland mit qonto

Jetzt gibt es kein Zurück mehr: Sie stehen vor dem Kartenlesegerät in einem kleinen japanischen Restaurant, irgendwo im Straßenlabyrinth von Tokyo. Weil Sie die Speisekarte nicht entziffern können, haben Sie ein Gericht nach dem Zufallsprinzip gewählt. 🍣

Sie führen Ihre Zahlungskarte ein, tippen den Geheimcode. Die Sekunden werden zu Stunden, ein paar Schweißtröpfchen perlen auf Ihrer Stirn: Ob Ihre Zahlung angenommen wird?

Da erscheint eine Nachricht auf dem Lesegerät – auf Japanisch. Doch dem Lächeln des Gastwirts nach zu schließen, haben Sie Ihr Essen erfolgreich bezahlt! 🥳 Sie sind erleichtert. Doch ein Gedanke beschäftigt Sie jetzt noch:

Was sich wohl in den paar Sekunden Wartezeit abgespielt hat?

Gute Frage. Wir erzählen es Ihnen. 

Der Verkäufer (und sein Kartelesegerät) traut Ihnen nicht über den Weg

Sie sehen zwar nett aus – der Inhaber des japanischen Restaurant möchte aber trotzdem sichergehen, dass Sie kein Betrüger sind. 👀 Nehmen Sie es nicht persönlich. Das macht er mit allen so. 

Und sein Kartenlesegerät hilft ihm dabei. Er wird zum Beispiel überprüfen, ob der PIN-Code, den Sie gerade eingegeben haben, tatsächlich zu Ihrer Zahlungskarte gehört. 

Auch kann er die Karte mit allen Karten abgleichen, die in dem dazugehörigen Karten-Netzwerk verwendet wurden. An diese Netzwerke sind Zehntausende Kartenlesegeräte angeschlossen. Wenn Ihre Karte also schon einmal missbräuchlich verwendet wurde, wird Ihre Transaktion sofort abgelehnt. ✋

Nach diesen Kontrollen kann die Zahlungsanfrage an Ihre Bank gesendet werden. Nun zur Sache. 

Mastercard – Briefträgerin und Devisenmaklerin

Mastercard nimmt bei Ihrer Zahlung in Fremdwährung die Rolle einer Briefträgerin ein. Und zwar einer sehr schnellen Briefträgerin, denn das Ganze darf nur wenige Sekunden dauern. Was unserer guten, alten Post wohl niemals gelingen würde.  🤭

Aufgabe von Mastercard ist es, die Zahlungsanfrage des japanischen Restaurants an Ihre Bank (anders gesagt: an uns) zu übermitteln. Dabei gibt es nur einen kleinen Haken...

Ihre soeben verputzten Sushi müssen Sie in Yen bezahlen. Auf Ihrem Qonto Geschäftskonto befinden sich aber nur Euro.

Deswegen legt Mastercard schnell ihre Briefträgerkluft ab, um in die Uniform einer Devisenmaklerin zu schlüpfen – der wiederum die Restaurantrechnung in Euro umrechnet.  Dabei behält sie, wie jeder Devisenmakler, eine Gebühr von ungefähr 1 % ein.  

Diese Gebühr wird von Qonto bezahlt. Und um die entstandenen Kosten auszugleichen, wenden wir den Prozentsatz erneut auf Ihre Zahlungen in Fremdwährung an. Wir gehen am Ende des Artikels noch einmal auf diesen Punkt ein.

Nach der Umrechnung verwandelt sich Mastercard wieder in eine Briefträgerin, um ihren Weg fortzusetzen und die Zahlungsanfrage zu stellen. Ab hier nehmen wir die Sache selbst in die Hand.

Qonto, Hüter Ihrer Finanzen

Wenn wir die Zahlungsanfrage erhalten, sind bereits ein paar Sekunden verstrichen, seit Sie im Restaurant in Tokyo Ihren PIN-Code bestätigt haben. Es muss also schnell eine Entscheidung her.

Nehmen wir die Transaktion an oder nicht? 🤔

Wir stellen uns zunächst mehrere Fragen: Reicht Ihr Saldo für die Transaktion aus? Überschreiten Sie mit der Zahlung Ihr Ausgabenlimit? Außerdem führen wir ein paar Betrugskontrollen durch: Wir prüfen etwa, ob Ihre Karte nicht als gestohlen gemeldet wurde. 

Erst nach all diesen Checks antworten wir auf die Zahlungsanfrage. Stehen alle Lichter auf Grün, blocken wir die Summe auf Ihrem Konto (wodurch der Status „In Bearbeitung” angezeigt wird).

Mastercard spurtet sich jetzt, ihren Rückweg nach Japan anzutreten, um dem Kartenlesegerät des Restaurants die Zahlungsgenehmigung zu erteilen. Einige Sekunden nachdem Sie Ihren PIN-Code eingegeben haben, ist Ihre Zahlung (endlich) erfolgt.  

Auch wenn Ihr Saldo aktualisiert wird, bedeutet dies nicht, dass Ihr Konto bereits belastet wurde; das hängt vom Verkäufer selbst ab. Er muss die Zahlung noch einholen, um die Überweisung von Ihrem Konto auf sein Konto auszulösen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Zahlungen in ausländischer Währung sind kostenpflichtig. Aber wer sagt, dass Sie die Kosten selbst tragen müssen?

Ob Sie Gebühren für Ihre Zahlung in Fremdwährung zahlen müssen oder nicht, hängt von der Qonto Card ab, die Sie in Ihrer Geldbörse tragen. 

Wenn Sie die One Card haben, reisen Sie vermutlich nur gelegentlich ins Ausland. Mit dieser Karte werden 2 % Gebühren auf Ihre Fremdwährungszahlungen berechnet: 1 % gleichen die Mastercard-Provision aus, weitere 1 % decken die Kosten der Karte ab (die für Sie kostenlos ist).  

Müssen Sie häufig im Ausland reisen (vielleicht sogar bis nach Tokyo), ist die Plus Card ein zuverlässiger Begleiter. Mit dieser Karte fallen zum Ausgleich der Mastercard-Provision nur 1 % Gebühren auf Fremdwährungszahlungen an. 

Sie brauchen uneingeschränkte Freiheit? Mit der X Card gehört Ihnen die Welt! Qonto’s exklusive Metal Card lässt Sie im Ausland zu realen Wechselkursen zahlen. Anders ausgedrückt: Mit der X Card beträgt die Gebühr auf Zahlungen in Fremdwährung... 0 %! 🎉

Könnte dir auch gefallen...