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Eine eigene Banking-Plattform für Qonto

November 29, 2019 by Qonto Deutschland

Thaddée ist Core Banking Experte bei Qonto. Sie fragen sich vielleicht, was Core Banking bedeutet? Trifft sich gut. In diesem Artikel erzählt Thaddée von seiner Rolle bei Qonto und den technischen Herausforderungen, denen wir uns stellen!

Qonto, am Anfang...

Als Developer arbeitete Thaddée einige Jahre bei Captain Train (heute Trainline) – bis er 2017 Feuer für das Projekt Qonto fing. Er schloss sich dem Team an, um an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten: Das Banking für Unternehmen modern zu gestalten!

„Ich suchte damals nach neuen Herausforderungen. Die Banken hatte in meinen Augen noch einen langen Weg vor sich, um den Unternehmen eine moderne Art des Bankings bieten zu können. Alex und Steve (Qonto’s Gründer) und Gabriel (VP Engineering) haben mich von ihrer zukunftsweisenden Vision überzeugt: Präzision bis ins Detail, kundenorientiert, und keine Scheu, die Ärmel hochzukrempeln, um Probleme zu lösen.”

In Qonto’s Anfangszeiten übernahm Thaddée sehr unterschiedliche Aufgaben, die verschiedene Stacks gleichzeitig betrafen. 

„Am Anfang habe ich als Entwickler sowohl am Frontend (graphische Benutzeroberfläche) und als auch am Backend gearbeitet (Datenbank, Betriebsverarbeitung). Dabei habe ich zum Beispiel das Hinzufügen des Mehrwertsteuersatzes zu Buchungsbelegen entwickelt.”

Eine technische Herausforderung

2018 steht bei Qonto eine herausragende Challenge an: Der Aufbau einer eigenen Banking-Plattform! Thaddée ist im Backend natürlich mit dabei. Der Fachjargon nennt es Core Banking System: Ein Computersystem, das die Geldströme innerhalb und zwischen Qonto Geschäftskonten abbildet. Auch sämtliche Kundendaten werden über die Banking-Plattform verwaltet.

„Durch das Core Banking können wir die Konten unserer Kunden schützen, und gleichzeitig unseren rechtlichen Pflichten gegenüber der Bankenaufsicht nachkommen. Wir führen eine Datenbank als eine Art Kassenbuch, über die wir jeden Geldfluss von Ursprung bis Ziel nachverfolgen können. Diese Datenbank durchleuchtet die Konten, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist.“

„Unser Core Banking ermöglicht es uns, die Transaktionen unserer Kunden und ihrer Partner auszuführen. Wir sind direkt an große Interbanknetze wie SEPA und Mastercard angeschlossen. Jedes Netzwerk hat dabei eigene Regeln. Unsere Server antworten auf Kartenzahlungen, leiten Bankeinzüge ein und übermitteln alle Informationen, sodass der Kunde sie in seinem Qonto Geschäftskonto sehen kann.“

Qonto’s Backend-Team wächst

Der Aufbau einer eigenen Banking-Plattform ist eine der spannendsten Phasen seit Qonto’s Gründung: Sie verleiht uns mehr Unabhängigkeit, sodass wir unseren Kunden einen Service bieten können, der genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschneidert ist. Mit dem eigenen Core Banking haben wir wieder eine Stufe auf dem Weg zum modernen Geschäfts-Banking genommen!

Um die Herkulesaufgabe zu stemmen, hat Qonto die besten technischen Talente wie Thaddée unter einem Dach versammelt – darunter sehr unterschiedliche Profile mit sich ergänzenden Kompetenzen. Unsere Backendentwickler kommen aus Frankreich, der Ukraine, Großbritannien, China, Belgien, Tunesien, Kanada, Brasilien oder Venezuela – ein durch und durch internationales Team!

„Über das Jahr 2018 hinweg hat sich unser 10-köpfiges Developer-Team nach und nach aufgebaut. Die gesuchten Profile zu finden, war nicht leicht. Zum Glück haben wir aber ein großartiges HR-Team, das alle Hebel in Gang setzte, um die Besten einzustellen! Wir haben sehr unterschiedliche Profile ausgewählt, die sich jeweils mit einer komplementären Expertise im Team ergänzen. Auch haben wir uns Fachleute aus dem Bankenwesen an Bord geholt, um alle Vorteile auf unserer Seite zu haben.“

Übrigens: Das erste Produkt „Made by Qonto“ ist seit Kurzem auf unserer Banking-Plattform (für Liebhaber des Fachjargons: Core Banking System) erhältlich. In diesem Artikel verraten wir mehr. 

Und wenn auch Sie uns helfen wollen, unsere technischen Herausforderungen anzugehen: Werfen Sie einen Blick in unsere offenen Stellen!

Thaddées Tech-Inspirationen 🤖

Wer Thaddée inspiriert...

  • Fabrice Bellard – „Dieses Genie beeindruckt mich. Er baut sehr ehrgeizige Systeme auf, die ihr Ziel nie verfehlen, weil er wirklich in die Tiefe geht.“
  • Chris Lattner – „Eine echte Persönlichkeit. Ich bewundere seine Fähigkeit, die Verbreitung des Open-Source-Prinzips zu koordinieren, und das trotz der Komplexität seiner Themen.“
  • Ian Hickson – „Großartig, wie pragmatisch er die Standardisierungsprozesse behandelt, die die massive Verbreitung von Webanwendungen in den letzten 10 Jahren möglich gemacht haben.“

Ein paar Leseempfehlungen...

  • Structure and Interpretation of Computer Programs (H. Abelson, G. J. Sussman sowie J. Sussman) – Thaddée: „Weil ich die Klassiker liebe…“
  • „Und neuere Referenzen...“:  Site Reliability Engineering
  • Jepsen-Artikel „die die Diskrepanz zwischen den Versprechen von erhältlichen Datenbanken und den Ergebnissen ihrer selbst erstellten Tests untersuchen.“
  • Mother of all Demos von Douglas Engelbart  – „Weil mich die Visionäre von gestern begeistern“

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